06.11.12

PfarrPlan 2018 in der Gesamtkirchengemeinde

Laut PfarrPlan 2018 müssen in der Gesamtkirchengemeinde Leonberg 125% Pfarrstellenanteile gekürzt werden, so lautet der Beschluss der Bezirkssynode. In der Presse wurde bereits ausführlich darüber berichtet.

In allen Kirchenbezirken der Landeskirche müssen zurzeit Einsparungen von Pfarrstellen beschlossen werden. Warum sind diese Kürzungen nötig? Der PfarrPlan ergibt sich als Konsequenz aus verschiedenen miteinander in Zusammenhang stehenden Entwicklungen:
In der Landeskirche geht die Zahl der Gemeindeglieder langsam, aber stetig zurück. Entsprechend geht auch die Finanzkraft zurück, zwar mit starken konjunkturell bedingten Ausschlägen, aber langfristig ebenfalls ziemlich stetig.
Auch die Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer geht zurück, denn längst nicht mehr so viele Personen streben den Pfarrberuf an wie in den achtziger und neunziger Jahren.
Entsprechend muss auch die Zahl der Pfarrstellen zurückgehen. Ohne einen solchen Rückgang würde die Zahl der vakanten Stellen ständig zunehmen, was zu vermehrten Problemen vor allem an den Rändern der Landeskirche führen würde.
Im PfarrPlan geht es darum, die Anzahl und die Verteilung der Gemeindepfarrstellen an diese Rückgänge anzupassen.
Wo diese Kürzungen in Leonberg vorgenommen werden und wie das dann in die Praxis umgesetzt werden kann, waren wichtige Themen, die den Gesamtkirchengemeinderat in seiner Sitzung am 23. Oktober 2012 beschäftigten.
Nach sorgfältiger Prüfung schloss sich das Gremium dem Vorschlag des PfarrPlan-Sonderausschusses an, dass im Jahr 2018 die 125% Kürzung so umgesetzt werden, dass die Pfarrstelle in der Gartenstadt (75%) und die Pfarrstelle Eltingen Mitte (50%) wegfallen.
Ein Arbeitskreis, in dem Mitglieder aus jeder Leonberger Teilgemeinde vertreten sind, hat sich im Vorfeld der Sitzung Gedanken über Möglichkeiten der Umsetzung dieser Einsparungen gemacht und sie dem Gesamtkirchengemeinderat vorgestellt.
Bei diesen Vorschlägen zur Umsetzung handelte sich einmal um eine noch engere, verbindliche Kooperation zwischen den einzelnen Gemeinden, vor allem zwischen Blosenberg und Stadtkirche/Gartenstadt im Norden der Stadt und zwischen Ramtel und Eltingen im Süden. An den Strukturen in den Gemeinden würde sich hierbei kaum etwas ändern. Zum Anderen aber wurde die Möglichkeit vorgeschlagen, dass jeweils zwei Gemeinden zu einer größeren fusionieren bzw. als weitestgehenden Vorschlag, dass alle vier Teilgemeinden zu einer ganz großen Einheit fusionieren. Das brächte jeweils tiefgreifende Veränderungen mit sich sowohl im Einzelnen als auch für das große Ganze, aber es wäre auch ein mutiger Schritt in die Zukunft.
Das Gremium erteilte dem Arbeitskreis „PfarrPlan 2018“ den Auftrag, bis zur Sitzung im März 2013 erste Grundlagen für mögliche Umsetzungen in Form von Fusionen auf der Ebene der Teilgemeinden zu erarbeiten und dem Gesamtkirchengemeinderat dann vorzustellen und zum Beschluss vorzulegen. Mit einem solchen Beschluss würden dann die Weichen gestellt für die weitere Arbeit in den einzelnen Kirchengemeinderäten und für die Zukunft der evangelischen Kirche in Leonberg.


(Kerstin Balden-Burth)