Kirchenmusik in Leonberg

Bezirkskantor Attila Kalman

Der Kantor der Stadtkirche, Attila Kalman, ist mit seinem Wirken als Bezirkskantor auf der Seite "Kirchenmusik" der Gesamtgemeinde vertreten. In der Stadtkirche sorgt er für die Kirchenmusik, die er als wesentlichen Teil der Verkündigung versteht. Dazu gehören das Orgelspiel und die Begleitung der Gemeinde bei Gottesdiensten, die "Stunden der Kirchenmusik" an jedem letzten Samstag im Monat und viele andere musikalische Angebote in der Kirche. Das ausführliche Programm des Jahres finden Sie auf der Homepage des Bezirkskantorats unter: www.bzk-leonberg.de

Johanneskantorei

Die Kantorei bei der Aufführung der Matthäuspassion 2003

Die Johanneskantorei ist ein gemischter Chor. Außer größeren Werken wie Oratorien, Messen und Passionen singt die Kantorei in der Regel einmal im Monat im Gottesdienst. Wenn Sie Interesse haben, im Kammermusikkreis mitzuspielen oder in der Kantorei mitzusingen, wenden Sie sich bitte an Kantor Kalman, Telefon: 07152/947040.
Die Proben finden donnerstags um 20 Uhr im Haus der Begegnung (Eltinger Str. 23), Leonberg, statt.

Kinderchöre der Gesamtkirchengemeinde

Die Kinderchöre der Gesamtkirchengemeinde proben dienstags im Haus der Begegnung:
- Vorschulkinder (4-6 Jahre): 15.00-15.30 Uhr
- Grundschulkinder (1.-4. Klasse): 15.45-16.30 Uhr

Nähere Informationen erhalten Sie von Kantor Attila Kalman, der die Chöre leitet unter www.bzk-leonberg.de

Kammermusikkreis Leonberg

Der Kammermusikkreis probt montags um 20 Uhr im Blumhardtsaal der Blosenbergkirche, Leonberg

Nähere Informationen erhalten Sie vom Leiter des Kammermusikkreises, Bezirkskantor Attila Kalman unter www.bzk-leonberg.de

Blos'nKirchenchor

... aber eben mit Musik, wie sie inzwischen im Gesangbuch vertreten ist: alten Chorälen neben neuen Songs und Gospelliedern. So sollen auch Jung und Alt miteinander singen und einander bereichern.
Die Proben finden regelmäßig während den Schulzeiten, donnerstags von 20.00 bis 21.30 Uhr, im Blumhardtsaal der Blosenbergkirche, Schleiermacherstraße 41, statt.
Chorleiterin: Sabine Rempp, Tel. 07152 - 902386 

Chor der Versöhnungskirche Ramtel

Über uns
Unser Chor ist ein vierstimmiger gemischter Chor mit etwa 20 Mitgliedern. Er wird von Susanne Schard geleitet. Wir proben jeden Dienstag von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr, in der Versöhnungskirche Ramtel (außer in den Schulferien).

Singen zu Gottes Lob und unserer Freunde
Unser Programm ist vielfältig: wir singen geistliche und weltliche Werke aus allen Jahrhunderten. Wir singen in Gottesdiensten, gestalten Taizegottesdienste, singen in der Osternachtsliturgie und veranstalten eine Sommerserenade mit weltlichen Gesängen ( z.B. Volkslieder, vertonte Lyrik, Operette, Musicals ). Größere Projekte mit Musik von Bach, Telemann u.a. finden immer wieder unter Mitwirkung von Solisten und Orchestern statt. Dazu sind auch Gäste herzlich eingeladen.

Einladung zum Mitsingen
Wir freuen uns auf Sänger/innen in jeder Altersgruppe und Stimmlage. Ein Vorsingen ist nicht erforderlich, Notenkenntnisse von Vorteil.
Kommen Sie doch zu einer Schnupperprobe !

Ansprechpartner: Chorleiterin Frau Susanne Schard
Tel.: 0711 - 2634977

Kirchenchor der Gartenstadt "Chörle"

Der Kirchenchor der Gartenstadt "Chörle" probt mittwochs um 20 Uhr im Gartenstadt-Gemeindehaus
Die Leitung hat Frau Kyoko Sawada, Tel. 0 71 52 - 70 01 686

Turmbläser an der Stadtkirche

Das Lob Gottes über der Stadt erklingen lassen – Die Turmbläser der Stadtkirche Leonberg

Die Bläser wissen, dass ihre Töne nicht ungehört über der Stadt verhallen. Immer wieder kommen Rückmeldungen bei ihnen an. Etwa von der älteren Dame, die nicht zur Kirche geht. Aber wenn die Turmbläser spielen, öffnet sie ihr Küchenfenster und singt fröhlich mit. Sie ist nicht die einzige Stammhörerin. Immer wieder sehen die Turmbläser, wie sich Köpfe aus den Fenstern strecken.

Die Wurzeln des Turmblasens reichen in Leonberg weit zurück. Überliefert ist, dass der Schorndorfer Turmbläser Johann David Nast seinen Sohn Johann Conrad Nast zum Zinkenisten ausbildete. Der Zink war ein damals weit verbreitetes Blasinstrument. Jener Johann Conrad Nast heiratete am 3. Februar 1722 die Leonbergerin Magdalena Beutelspacher und erhielt gleichzeitig das Bürgerrecht in Leonberg. Er wurde zum Stadtzinkenisten ernannt. Das war zur damaligen Zeit der Stadtmusiker und Turmbläser, der unter anderen auch den Kantor in der Kirchenmusik unterstützen musste. Wenige Monate vorher hatte Herzog Eberhard Ludwig eine „Neue Hochfürstlich-Württembergische Zinckenistenordnung“ erlassen. Diese Verordnung zeigt, welche Bedeutung der Stadtmusik beigemessen wurde. Johann Conrad Nast muss ein außergewöhnlicher Mann gewesen sein, der für seine musikalische Begabung gerühmt wurde. In engem Verhältnis stand er mit dem Stadtpfarrer Johann Maximilian Lavenstein. Und schließlich war seine Enkelin Louise die Freundin Hölderlins und sein Enkel Immanuel Nast der Freund desselben berühmten Dichters.
Stadtzinkenisten gibt es freilich nicht mehr in Leonberg, aber die Tradition des Turmblasens am Sonntagmorgen hat sich erhalten. Jeden Sonntag pünktlich um 8.30 Uhr trifft sich eine Gruppe von Bläserinnen und Bläsern. Zwei Quartette wechseln sich dabei ab, bestehend aus Klaus Pflüger, Harald Zeeb, Philip Lauterbach, Teresa Bäuerle und Ulrich Bolay, Jens Roth, Martin Seyboldt, Dorothea Schuster, unterstützt durch verschiedene Vertretungen.

Schnell packen sie ihre Instrumente aus, schon erklingt in der Turmstube der Wochen-Choral zur Probe. Dann geht es nach den letzten Abstimmungen die 157 Stufen hinauf auf den Turm.  Nach dem 8.45 Uhr-Schlag der Turmuhr wird der Choral angestimmt. Dreimal wird er gespielt – nach Osten, Süden und Norden. Auch bei Wind und Wetter. „Das Turmblasen fällt so gut wie nie aus“, betont Dorothea Schuster. „Wir haben auch schon bei Minusgraden geblasen, da sind die Instrumente eingefroren.“ Das passiert häufig an Silvester – denn auch da sind die Bläser kurz vor dem Jahreswechsel vom Turm der Stadtkirche zu hören.

„Das Turmblasen auf der Leonberger Stadtkirche ist etwas sehr Erhebendes“, sagt Harald Zeeb. Oben auf dem Turm zu stehen und auf die langsam erwachende Stadt zu blicken, gebe ihm eine andere Perspektive, mache ihn demütig, sagt er. „Ich lobe Gott mit dem, was ich kann“, meint Ulrich Bolay bescheiden. Er hält sich an die Aufforderung: „Alles was Odem hat, lobe den Herrn.“
Das Blasen am Sonntagmorgen sei ein Signal in die Stadt hinein, lasse das Lob Gottes über der Stadt erklingen.

„Es liegt mir als Stadtpfarrer sehr daran, dass die jahrhundertealte Tradition des Turmblasens an der Stadtkirche Leonberg erhalten bleibt“, betont Pfarrer Matthias Krack und fährt fort: „Um die Kosten, die mit dem Turmblasen verbunden sind, finanzieren zu können, sind wir allerdings auf Spenden angewiesen. Schon an dieser Stelle sage ich allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön für Ihre Gabe!“ Ihre Spende können Sie mit dem Stichwort „Turmbläser Stadtkirche“ auf das Konto der Gesamtkirchengemeinde Leonberg überweisen: Kreissparkasse Böblingen, SWIFT-BIC:BBKRDE6BXXX, IBAN: DE84 6035 0130 0008 6014 70 Auf dass auch weiterhin das Lob Gottes über der Stadt erklinge!

Dr. Julia Seitter